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Zuverlässigkeit im Automotive Engineering

Kurze Entwicklungszyklen, hohe Stückzahlen und sehr unterschiedliche Nutzungsprofile verlangen eine Absicherung, die reale Belastungen, Ausfallmechanismen und Freigabeziele zusammenführt.

Automotive-Projekt besprechen
Automotive-Antriebsstrang in einer technischen Erprobungsumgebung
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Automotive-Zuverlässigkeit entsteht zwischen Kundennutzung, Prüfstand und Serie

Zuverlässigkeitstechnik im Automotive Engineering muss Fahrprofile, Temperatur, Vibration, Ladeverhalten und Softwarezustände gemeinsam betrachten. Ein Prüfplan ist erst dann belastbar, wenn sein Lastkollektiv die reale Fahrzeugnutzung abbildet und die relevanten Ausfallmechanismen von E-Antrieb, Batterieperipherie, Steuergerät oder Fahrwerkskomponente anregt.

RelTest verbindet Automotive-Lebensdauererprobung, FMEA und FTA, Design of Experiments, Garantie- und Felddatenanalyse sowie statistische Zuverlässigkeitsnachweise. So wird aus einzelnen Tests eine argumentierbare Freigabestrategie für OEM, Tier-1 und Komponentenentwicklung.

Entscheidend ist nicht die Zahl der Tests, sondern ihre Aussagekraft.

RelTest verbindet Kundenbetrieb, Lastkollektive, Bauteilverhalten und Felddaten zu einer Prüf- und Nachweisstrategie. So entstehen belastbare Aussagen, bevor Serienrisiken zu Garantie-, Kosten- oder Terminproblemen werden.

  • NutzungFahrprofile, Umwelten und Kundenkollektive realistisch beschreiben.
  • RisikoKritische Ausfallmechanismen und Streuungen priorisieren.
  • ErprobungDoE, Lebensdauertests und Stichproben auf die Aussage ausrichten.
  • FreigabePrüf- und Felddaten zu einem nachvollziehbaren Nachweis verbinden.
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Drei Produkte, drei unterschiedliche Zuverlässigkeitsfragen

Die Branche ist kein einheitlicher Belastungsfall. Produktfunktion, Einbauort und Kundenkollektiv bestimmen, welche Aussage ein Test überhaupt liefern kann.

E-Achse und elektrischer Antrieb

Drehmomentkollektive, Lagerkräfte, Kühlung und hochdynamische Betriebswechsel wirken gleichzeitig.

RisikofeldLagerermüdung, Dichtungsverschleiß, thermische Alterung und Wechselwirkungen zwischen Inverter und Maschine.

NachweisLastkollektivbasierte Erprobung, Temperatur- und Schwingungsmessung sowie Lebensdauermodell mit Streuung.

Batteriekühlung und Nebenaggregate

Pumpen und Ventile laufen in wechselnden Betriebspunkten, Medienzuständen und Umgebungstemperaturen.

RisikofeldLeckage, Trockenlauf, Partikelbelastung, Blockierung und schleichender Wirkungsgradverlust.

NachweisDoE für Einflussfaktoren, beschleunigte Prüfprofile und Abgleich mit Fahrzeug- beziehungsweise Flottendaten.

Steuergerät und ADAS-Sensorik

Elektronik, Stecksystem, Software und Fahrzeugbordnetz bilden eine gemeinsame Funktionskette.

RisikofeldLötstellen- und Kontaktprobleme, Transienten, Feuchte, Diagnosefehler und intermittierende Ausfälle.

NachweisUmwelterprobung, Fehlerhypothesen, Ereignisdaten und reproduzierbare Systemtests über relevante Zustände.

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Vom Fahrprofil zum Prüfstand

Ein Prüfstand liefert erst dann belastbare Aussagen, wenn Drehmoment, Temperatur und dynamische Betriebswechsel aus der realen Nutzung in ein reproduzierbares Lastkollektiv übersetzt werden. Die instrumentierte E-Achse verbindet Einsatzprofil, Messgröße und Freigabeentscheidung.

Instrumentierte elektrische Achse auf einem Prüfstand mit Mess- und Auswertungstechnik
Instrumentierte elektrische Achse auf einem Prüfstand mit Mess- und Auswertungstechnik

Projektbeispiel: Aus wenigen Prüfstands- und Garantiedaten eine belastbare Fehlerhypothese entwickeln

Ausgangslage
Ein Nebenaggregat fällt nur in einzelnen Fahrzeugen früh aus. Prüfstände zeigen keinen eindeutigen Fehler, die Felddaten enthalten unterschiedliche Laufleistungen und unvollständige Nutzungsinformationen.
Vorgehen
RelTest strukturiert Zensierung und Laufleistung, segmentiert Fahrzeuge nach Klima und Nutzung, gleicht Schadteilbefunde mit Belastungshypothesen ab und entwirft einen gezielten DoE-Prüfplan für Dichtung, Medium, Temperatur und Betriebswechsel.
Ergebnis
Das Projekt liefert keine isolierte Kurve, sondern eine priorisierte Ursachenhypothese, einen reproduzierbaren Test und eine dokumentierte Entscheidungsgrundlage für Änderung und Freigabe.

Ergebnisse: bereinigter Felddatensatz · technische Ursachenhypothesen · DoE- und Prüfplan · Nachweis- und Entscheidungsbericht

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Garantieereignis und Bauteilbefund zusammenführen

Garantieereignisse werden aussagekräftig, wenn Laufleistung, Nutzung und Schadteilbefund gemeinsam bewertet werden. So entstehen prüfbare Ursachenhypothesen statt einer reinen Ausfallzählung.

Geöffnetes Automotive-Steuergerät mit Schadteil und zugehörigen Felddaten in einer technischen Analyse
Geöffnetes Automotive-Steuergerät mit Schadteil und zugehörigen Felddaten in einer technischen Analyse

Praxisbeispiel: Takata zeigt, warum Umwelteinfluss und Flottensegmentierung nicht nachträglich gedacht werden dürfen

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA bezeichnet die Takata-Airbag-Rückrufe als die größten und komplexesten Fahrzeugrückrufe der US-Geschichte. Der Fall macht sichtbar, wie Alterung, Temperatur und Feuchte, globale Fahrzeugpopulationen sowie Rückverfolgbarkeit gemeinsam über das reale Risiko entscheiden.

Für Reliability Engineering folgt daraus: Ein Nachweis muss nicht nur den Neuzustand bestehen, sondern Alterung, regionale Nutzung und Unsicherheit der gesamten Population abbilden.

Quelle: NHTSA: State of the Takata Recalls
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Engineering-Leistungen für Automotive-Projekte

Je nach Reifegrad arbeiten wir an einer einzelnen Fragestellung oder führen Ziele, Risiken, Tests und Daten in einem durchgängigen Absicherungskonzept zusammen.

Zuverlässigkeitsplanung und Lebensdauer

Wir leiten messbare Zuverlässigkeitsziele aus Nutzung und Kundenanforderungen ab, bewerten Lastkollektive und übersetzen sie in Entwicklungs- und Nachweisaufgaben.

Schwerpunkte: Lastkollektive · Lebensdauerbewertung · Zuverlässigkeitsziele

Leistung im Detail

Risiko und technische Absicherung

FMEA, Fehlerbäume und technische Reviews werden so eingesetzt, dass kritische Mechanismen früh sichtbar und Maßnahmen über den Projektverlauf nachverfolgt werden.

Schwerpunkte: FMEA und FTA · Absicherungsstrategie · Nachweisführung

Leistung im Detail

Erprobung, DoE und Felddaten

Wir planen effiziente Versuche, werten Lebensdauer- und Garantiedaten aus und gleichen Prüfstandsergebnisse mit dem Verhalten im Feld ab.

Schwerpunkte: Design of Experiments · Lebensdauererprobung · Felddatenanalyse

Leistung im Detail

Fachwissen zur Vertiefung

Die Methoden werden nicht als Lexikon verlinkt, sondern dort, wo sie im Entwicklungsprozess eine konkrete Entscheidung unterstützen.

Fragen, die wir zu Projektbeginn klären

Bildet unsere Erprobung die reale Kundennutzung ab?

Wir vergleichen Belastungsprofile, Ausfallmechanismen und Prüfbedingungen und zeigen, wo Nachweise zu schwach oder unnötig aufwendig sind.

Wie lässt sich mit begrenzten Prüflingen sicher entscheiden?

Statistische Nachweisplanung verbindet Zielzuverlässigkeit, Konfidenz, Prüfdauer und zulässige Ausfälle zu einer transparenten Entscheidung.

Was lernen wir aus Garantie- und Felddaten?

Ausfallzeiten, Laufleistungen und Nutzung werden bereinigt, segmentiert und mit technischen Hypothesen verknüpft.

Wo bringt DoE im Entwicklungsplan den größten Nutzen?

Versuchsplanung hilft, Wechselwirkungen zu erkennen, robuste Parameterbereiche zu bestimmen und Testaufwand gezielt einzusetzen.

Fachlicher Rahmen

Im Automotive-Kontext anschlussfähig. Unsere Arbeit fügt sich in bestehende Entwicklungs-, Qualitäts- und Freigabeprozesse ein. Relevante Anforderungen und interne Standards werden in die technische Argumentation integriert, ohne Methoden zum Selbstzweck zu machen.

ISO 26262-Kontext · IATF-nahe Entwicklungsprozesse · Garantie- und Felddaten · beschleunigte Erprobung

Welche Aussage muss Ihr Automotive-Projekt absichern?

Wir ordnen Ziel, Datenlage und Entwicklungsstand ein und schlagen einen belastbaren nächsten Schritt vor.