Maschinenzuverlässigkeit verbindet Lebensdauer, Verfügbarkeit und Instandhaltung
Zuverlässigkeit im Maschinenbau wird durch reale Lastkollektive, Verschleiß, Ermüdung, Schmierung, Verschmutzung und die Wechselwirkung mehrerer Baugruppen bestimmt. Für Getriebe, Spindeln, Hydraulikaggregate oder Sondermaschinen reicht eine pauschale MTBF-Angabe deshalb selten aus.
RelTest entwickelt Lebensdauermodelle, Weibull-Analysen, Prüfstrategien und Verfügbarkeitsbewertungen mit klarer Systemgrenze. Felddaten, Wartungsereignisse und Schadteilanalysen werden so verbunden, dass Konstruktion, Betrieb und Service dieselbe technische Ursache bewerten.
Lebensdauer wird belastbar, wenn Last, Mechanismus und Daten zusammenpassen.
Wir trennen Verschleiß, Ermüdung, zufällige Ausfälle und systematische Schwachstellen. Daraus entstehen Prüfungen und Bewertungsmodelle, die zur Maschine, ihrer Nutzung und den tatsächlichen Ausfallfolgen passen.
- BetriebLasten, Zyklen, Umgebungen und Wartung realistisch erfassen.
- MechanismusVerschleiß, Ermüdung und funktionale Schwachstellen unterscheiden.
- DatenPrüf-, Ausfall- und Betriebsdaten statistisch belastbar bewerten.
- MaßnahmeKonstruktion, Teststrategie oder Instandhaltung gezielt verbessern.
Zuverlässigkeit am konkreten Maschinensystem
Je nach Produkt stehen andere Ausfallmechanismen und wirtschaftliche Folgen im Vordergrund.
Werkzeugmaschinenspindel
Hohe Drehzahlen, wechselnde Bearbeitungskräfte und thermische Gradienten beeinflussen Präzision und Lagerleben.
RisikofeldLagerermüdung, Unwucht, Schmierungsdefizite und thermisch verursachte Maßabweichung.
NachweisLast- und Temperaturmessung, Zustandsmerkmale, Lebensdaueranalyse und klar definierte Präzisionsgrenze.
Industriegetriebe
Drehmomentspitzen, Start-Stopp-Zyklen, Ölzustand und Ausrichtung wirken auf Zahnflanken und Lager.
RisikofeldPitting, Graufleckigkeit, Lagerausfall, Dichtungsverschleiß und Folgeschäden durch Partikel.
NachweisSchadensmechanismus, Lastkollektiv, beschleunigter Komponentenversuch und Betriebsdaten werden abgeglichen.
Hydraulischer Aktor
Druckzyklen, Temperatur, Medium und Kontamination bestimmen Funktion und Leckageverhalten.
RisikofeldDichtungsalterung, interne Leckage, Ventilklemmen und dynamischer Funktionsverlust.
NachweisPrüfprofil über Druck und Temperatur, DoE der Einflussgrößen und Grenzwert für Funktionsdegradation.
Schadteil, Lastkollektiv und Zustandsdaten
Zahnflanke, Lagerbefund und Betriebsdaten müssen auf denselben Ausfallmechanismus bezogen werden. Erst die Verbindung aus physischem Schadbild und zeitlichem Zustandsverlauf zeigt, ob Last, Schmierung oder Einbau den dominierenden Beitrag leisten.

Projektbeispiel: Wiederkehrende Lagerschäden nicht nur statistisch, sondern mechanistisch erklären
- Ausgangslage
- Mehrere Anlagen zeigen ähnliche Lagerschäden, aber Ausfallzeiten und Betriebsstunden streuen stark. Wartung und Konstruktion bewerten unterschiedliche Ursachen.
- Vorgehen
- RelTest vereinheitlicht Ereignisdefinitionen, trennt zensierte von ausgefallenen Einheiten, analysiert Last- und Schmierungsbedingungen und verknüpft Weibull-Parameter mit den technischen Befunden.
- Ergebnis
- Die Bewertung zeigt, welche Population wirklich vergleichbar ist, welcher Mechanismus dominiert und ob konstruktive Änderung, Betriebsgrenze oder Wartungsintervall den größten Hebel besitzt.
Ergebnisse: Daten- und Populationsdefinition · Weibull- und Lebensdauerbewertung · Mechanismen-Ranking · Maßnahmen- und Prüfempfehlung
Spindelprüfung unter realistischen Bearbeitungskräften
Kraft, Temperatur und Schwingung werden gemeinsam erfasst, damit nicht nur die Laufzeit, sondern auch die tatsächliche Beanspruchung der Spindel bekannt ist. Daraus lassen sich belastbare Prüfprofile und technisch begründete Grenzkriterien ableiten.

Zuverlässigkeit für Maschinen und Anlagen entwickeln
RelTest unterstützt von der frühen Auslegung bis zur Bewertung bestehender Feldprobleme. Der Fokus liegt auf nachvollziehbaren technischen Entscheidungen, nicht auf isolierten Kennzahlen.
Lebensdauer und Systemzuverlässigkeit
Wir strukturieren Zuverlässigkeitsziele, bewerten Bauteil- und Systemlebensdauer und verbinden mechanische Ausfallmodelle mit realen Einsatzprofilen.
Schwerpunkte: Lastkollektive · Weibull-Analyse · Systemzuverlässigkeit
Leistung im DetailSchwachstellen und Ausfallfolgen
Technische Risiken werden nach Ursache, Wirkung und wirtschaftlicher Relevanz geordnet. So lassen sich konstruktive Maßnahmen und Nachweise sinnvoll priorisieren.
Schwerpunkte: FMEA und FTA · Kritikalität · Stand der Technik
Leistung im DetailPrüfstrategie und Betriebsdaten
Wir planen Lebensdauertests, bewerten kleine Stichproben und nutzen Betriebs- und Ausfalldaten, um Prognosen und Verbesserungsmaßnahmen abzusichern.
Schwerpunkte: Lebensdauererprobung · Felddatenanalyse · Verfügbarkeit
Leistung im DetailFachwissen zur Vertiefung
Lebensdauerkennwerte erhalten erst durch Mechanismus, Systemgrenze und Beobachtungskontext ihre technische Bedeutung.
Fragen, die wir zu Projektbeginn klären
Welche Komponenten bestimmen die Systemlebensdauer?
Eine Systembetrachtung zeigt, welche Ausfälle Verfügbarkeit und Kundennutzen tatsächlich begrenzen und wo Detailanalysen sinnvoll sind.
Wie übertragen wir Prüfstandsergebnisse auf den Betrieb?
Belastung, Schädigung und Nutzungsstreuung werden in einem nachvollziehbaren Übertragungsmodell zusammengeführt.
Ist ein Feldausfall zufällig oder systematisch?
Lebensdaten, Schadensbilder und Einsatzbedingungen helfen, Populationen zu trennen und technische Ursachen gezielt zu prüfen.
Wie viel Erprobung ist für eine Freigabe erforderlich?
Der Nachweis wird aus Ziel, Unsicherheit, Stichprobe und zulässigem Risiko geplant, statt pauschale Prüfdauern zu übernehmen.
Fachlicher Rahmen
Konstruktion, Betrieb und Instandhaltung verbinden. Im Maschinenbau liegen wichtige Zuverlässigkeitsinformationen häufig verteilt: in Berechnungen, Prüfständen, Serviceberichten und Erfahrungswissen. Wir schaffen daraus eine gemeinsame Bewertungsbasis.
Lebensdauer und Verschleiß · Maschinensicherheit · Verfügbarkeit · Betriebs- und Wartungsdaten
