RelTest-Solutions

Die Kurzform „Reltest“ steht für Reliability & Testing und repräsentiert namensgebend unsere Kernkompetenzen, die in den Bereichen der Zuverlässigkeitstechnik und der Erprobung liegen. In Zeiten von steigenden Kundenanforderungen und zeitgleich immer komplexer werdenden mechatronischen Lösungen bedienen wir das erforderliche Knowhow für die Absicherung der Zuverlässigkeit und Lebensdauer.

Wir bei RelTest-Solutions sind drei Maschinenbauingenieure und erkannten während unserer Zeit als akademische Mitarbeiter im Bereich Zuverlässigkeitstechnik am Institut für Maschinenelemente der Universität Stuttgart den steigenden Bedarf für effiziente und intelligente Absicherungs-Lösungen. Seit 2016 profitieren namhafte Kunden auf nationaler und internationaler Ebene von unserem Knowhow.

Dr.-Ing. Kevin Lucan

Founder & Consultant

Reliability Skillset

  • Life Data Analysis
  • Zuverlässigkeitsnachweis
  • Risikomanagement
  • Design for Reliability
  • FMEA & FTA
  • Accelerated Life Testing
  • Degradation Testing
  • Design of Experiments
  • Lastkollektivermittlung

Kevin Lucan studierte Maschinenwesen an der Universität Stuttgart und war akademischer Mitarbeiter und stellvertretender Leiter im Bereich Zuverlässigkeitstechnik am Institut für Maschinenelemente. Er ist Gründer von RelTest-Solutions und arbeitet als Consultant und Trainer im Bereich der Zuverlässigkeitstechnik. Neben dieser Arbeit engagiert er sich in der Normung beim Gremium DKE/K 132 Zuverlässigkeit und überarbeitet als Mitglied des TC56/MT32 den IEC Standard 62506 „Methods for product accelerated testing”.

In seiner Zeit als akademischer Mitarbeiter war Kevin Lucan Leiter des Arbeitskreises „Standard Lastkollektive für die Nutzfahrzeugbremse“. Im Rahmen dieses Arbeitskreises entwickelte er gemeinsam mit den Arbeitskreisteilnehmern eine technische Empfehlung, die erstmalig repräsentative Lastkollektive für die Nutzfahrzeugbremse in Europa beschreibt. Außerdem wird aufgezeigt, wie Zuverlässigkeitsanforderungen zu definieren und anhand eines Testkonzeptes nachgewiesen werden können.

Repräsentative Lastkollektive und deren Ermittlung ist auch das Thema seines Promotionsstudiums, da er die Bedeutung von und den Bedarf an repräsentativen Lastkollektiven erkannte. Repräsentative Lastkollektive sind gerade durch die zunehmende Forderung nach Leichtbau und dem steigende Kostendruck bei der Entwicklung von technischen Systemen essentiell für deren Auslegung. So ist eine beanspruchungsgerechte Dimensionierung auf Grundlage repräsentativer Lastkollektive anzustreben, um Sicherheitsfaktoren in der Bauteildimensionierung zu verringern und gleichzeitig weiterhin eine hohe Zuverlässigkeit zu gewährleisten. In seiner Dissertation „Methodische Ermittlung von repräsentativen Lastkollektiven am Beispiel der Nutzfahrzeugbremse“ beschreibt Kevin Lucan, eine von ihm entwickelte Methodik mit der repräsentative Lastkollektive unter gegebenen Randbedingungen wie Produkttyp, Produktstrategie oder verfügbarem Budget ermittelt werden können.

Als Gründer von RelTest-Solutions unterstützt er mit seinem profunden Fachwissen seit 2018 vielzählige Kunden bei der Lösung Ihrer Problemstellungen entlang des Zuverlässigkeitsprozesses. Dabei entwickelt er für und mit den Kunden individuelle Zuverlässigkeitsprozesse und die dafür erforderlichen Bausteine, wie bspw. die Schwachstellenanaylse und Zuverlässigkeitsverbesserung in der frühen Phase der Produktentwicklung. Daneben konnten individuell zugeschnittene Erprobungsstrategien für die Lebensdauerabsicherung bei den Kunden durch seine Unterstützung entwickelt und etabliert werden. Außerdem besitzt er aufgrund seine Promotionsprojektes und ähnlichen Kundenprojekten breites Fachwissen für die Analyse von Garantie- und Kulanzdaten sowie Belastungsdaten aus dem Kundeneinsatz. Kevin Lucan teilt sein Fachwissen und seine Erfahrung in der Zuverlässigkeitstechnik und der statistischen Versuchsplanung (DOE) auch regelmäßig auf Fachtagungen und als Trainer im Rahmen unserer Seminare.

Dr.-Ing. Martin Dazer

Founder & Consultant

Reliability Skillset

  • Life Data Analysis
  • Zuverlässigkeitsnachweis
  • Risikomanagement
  • Design for Reliability
  • FMEA & FTA
  • Accelerated Life Testing
  • Degradation Testing
  • Design of Experiments
  • Lastkollektivermittlung

Martin Dazer begann sein Maschinenbaustudium an der Dualen Hochschule Stuttgart und wechselte für den Masterabschluss an die Universität Stuttgart. Im Jahr 2015 begann er als akademischer Mitarbeiter an der Technologie Transfer Initiative GmbH in Kooperation mit dem Institut für Maschinenelemente und der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH zu promovieren. Nach Abschluss des Promotionsprojekts Ende 2017 übernahm er die Bereichsleitung der Forschungsbereiche Antriebs- und Zuverlässigkeitstechnik am Institut für Maschinenelemente. Herr Dazer verantwortet fachlich und personell ca. 20 Mitarbeiter in seinen Forschungsbereichen. Daneben engagiert er sich im VDI Fachbeirat Produkt- und Prozessgestaltung sowie im Fachausschuss Zuverlässigkeitsmanagement. Als Gastmitglied arbeitet er im DKE-Ausschuss an der internationalen Normung im Zuverlässigkeitsbereich mit. Außerdem ist Herr Dazer bei verschiedenen wissenschaftlichen Konferenzen und Symposien wie dem RAMS-Symposium oder der Tagung Technische Zuverlässigkeit Teil des Programmausschusses. Im Jahr 2019 wurde er von Prof. Bertsche und Prof. Schmauder mit Auszeichnung zum Dr.-Ing. promoviert.

Seine Zuverlässigkeitsforschung begann Herr Dazer im Rahmen seines Promotionsprojekts bei der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH. Mit Hilfe einer neu entwickelten stochastischen Lebensdauersimulation konnte erstmals virtuell die Zuverlässigkeit des Bremssystems berechnet werden. Mit diesem belastbaren Zuverlässigkeits-Vorwissen können einerseits sehr früh im Entwicklungsprozess Zuverlässigkeitsbewertungen ohne kostenintensive Prototypentests durchgeführt werden und andererseits kann das Vorwissen für die Optimierung der physischen Erprobung weiter verwendet werden. Für den jeweilig individuellen Anwendungsfall kann so die beste Teststrategie im Zielkonflikt von Genauigkeit, Kosten und Zeit ermittelt werden. Aufgrund der hohen wissenschaftlichen Neuerung und der herausragenden industriellen Relevanz wurde Herr Dazer mit summa cum laude promoviert und erhielt für seine Dissertation „Zuverlässigkeitstestplanung mit Berücksichtigung von Vorwissen aus stochastischen Lebensdauerberechnungen den Südwestmetall-Förderpreis 2020.

Bereits vor der Gründung von RelTest-Solutions begann Herr Dazer mit Beratungstätigkeiten rund um Fragestellungen der Zuverlässigkeitstechnik, der Erprobung und der Versuchsmethodik. Der Fokus der Herausforderungen liegt in der industriellen Anwendung häufig darauf einen effizienten Zuverlässigkeitsnachweis zu erarbeiten. Diese Fragestellungen knüpfen nahtlos an die Promotionsforschung sowie die darauf aufbauende Forschung von Herr Dazer an. Das durch die Forschungsaktivitäten erarbeitete Wissen kann so direkt in der Anwendung genutzt werden. Zahlreiche Firmen aus sehr unterschiedlichen Fachrichtungen, vom einfachen strukturmechanischen Versagen der Bremsanlage bis hin zur elektrochemischen Korrosion eines Gassensors profitieren von diesem direkten Wissenstransfer. Für die Publikation der neusten wissenschaftlichen und anwendungsbezogenen Erkenntnisse auf Fachkonferenzen wurde ihm der Best Paper Award des RAMS-Symposiums sowie der Tagung Technische Zuverlässigkeit verliehen.

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