Prof. Dr.-Ing. Bernd Bertsche

Founder
Prof. Dr.-Ing. Bernd Bertsche
  • Universitätsprofessor und Institutsleiter am Institut für Maschinenelemente der Universität Stuttgart
  • Gründer des Forschungsbereichs Zuverlässigkeitstechnik an der Universität Stuttgart
  • Sprecher der DFG-Forschergruppe „System-Zuverlässigkeit in frühen Entwicklungsphasen“
  • Leiter des VDI-Fachbeirats „Zuverlässigkeitsmanagement“
  • Vorsitzender der VDI-Tagung „Tagung Technische Zuverlässigkeit (TTZ)“
  • Top-Experte Deutscher Gründerpreis
  • Veröffentlichung von 9 Büchern, ca. 300 nationale und internationale Publikationen
  • 4 Patente

Vita

Prof. Bertsche begann seine wissenschaftliche Karriere als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Maschinenelemente im Jahr 1984, nachdem er sein Maschinenbaustudium abschloss. 1989 wurde er von Prof. Lechner zum Dr.-Ing. promoviert. Für seine Dissertation mit dem Titel „Zur Berechnung der System-Zuverlässigkeit von Maschinenbau-Produkten“ erhielt er zahlreiche Preise, unter anderem den Forschungspreis der FAG-Kugelfischer-Stiftung sowie den VDI-Ehrenring des Vereins Deutscher Ingenieure. Es war die erste Forschungsarbeit zum Thema der Zuverlässigkeitstechnik am IMA.

Nach der Promotion wechselte Prof. Bertsche in die Industrie zu der Daimler AG in den Bereich PKW-Entwicklung. In seiner industriellen Zeit zwischen 1989 und 1992 sind mehrere Patentanmeldungen entstanden. Er war u.a. verantwortlich für die Gruppe „Stufengetriebe“, in der das Automatgetriebe NAG entwickelt wurde. Bevor er einen Ruf an die Fachhochschule Albstadt-Sigmaringen erhielt, leitete er das Entwiklungsprojekt „Neuer Allrad-PKW“, das man heute unter der Bezeichnung 4-matic kennt.

Als Professor war Bernd Bertsche zwischen 1992 und 1996 für die Lehrgebiete Maschinenelemente, Konstruktionstechnik, Zuverlässigkeitstechnik, Betriebsfestigkeit, FEM und Fluidtechnik tätig. 1996 wurde Prof. Bertsche an die Universität Stuttgart berufen und lehrte auf den Gebieten Grundzüge der Maschinenkonstruktion und CAD. Im Zuge seiner Berufung gründete er das Forschungsgebiet Zuverlässigkeitstechnik und legte im Jahr 1996 somit den Grundstein der Zuverlässigkeitsforschung am IMA. Im Jahr 2000 wurde Prof. Bertsche schließlich zum Institutsleiter des Instituts für Maschinenelemente berufen, blieb aber der Zuverlässigkeitstechnik und -forschung treu. Als Institutsleiter verantworte er bis zu seiner Pensionierung die Forschungsbereiche Antriebstechnik, CAD, Dichtungstechnik, Zuverlässigkeitstechnik und Schienenfahrzeugtechnik mit durchschnittlich 55 Mitarbeitern. Während seiner Zeit als Institutsleiter bekleidete Prof. Bertsche unterschiedliche Positionen im Wissenschafts- und Lehrsystem, u.a. war er als Pro-Dekan und Dekan tätig sowie seit 2010 Mitglied des Universitätssenats. Er war zudem Sprecher der DFG-Forschergruppe „System-Zuverlässigkeit in frühen Entwicklungsphasen“ und des Sonderforschungsbereichs Sfb 374 „Entwicklung und Erprobung innovativer Produkte – Rapid Prototyping“. In seiner aktiven Forschungszeit sind 9 Bücher, ca. 300 nationale und internationale Publikationen und 4 Patente entstanden. Den Forschungsbereich Zuverlässigkeitstechnik entwickelte Prof. Bertsche in leitender Position zu weltweiter Anerkennung.

Neben seiner wissenschaftlichen Karriere bekleidete Prof. Bertsche zusätzlich zahlreiche hochrangige Ämter. Er war langjähriges Mitglied des DFG-Fachkollegiats, Leiter des VDI-Fachbeirats „Zuverlässigkeitsmanagement“  innerhalb der Gesellschaft für Produkt- und Prozessgestaltung, Mitglied im DIN / DKE Normungsausschuss K 132 „Zuverlässigkeit“, Vorsitzender der VDI-Tagung „Tagung Technische Zuverlässigkeit (TTZ)“ sowie Top-Experte des Deutschen Gründerpreises. Darüber hinaus war er langjähriger Geschäftsführer der WiGeP und der Technologie-Transfer-Initiative GmbH an der Universität Stuttgart und dadurch ein Förderer des Wissenstransfers. Er begleitete 720 Gründungsprojekte und 383 gegründete Unternehmen. Zudem verantwortete er als Geschäftsführer die 59 Transfer- und Gründerzentren der Professoren sowie 62 Transfer- und Gründerunternehmungen von Existenzgründern.